
Eine
Alarmanlage besteht aus folgenden Komponenten:
- Alarmzentrale:
Die
Alarmzentrale ist das Herz des gesamten Alarmsystems, sie bekommt
Informationen von den Meldern und entscheidet, ob und wie alarmiert
werden soll. Alarmzentralen können "aktiv anwesend", "aktiv
abwesend" oder "unscharf" sein. Die Alarmzentrale erkennt auch
Sabotageversuche an den Meldern oder leere Batterien.
- Außensirene:
Außensirenen signalisieren einen Alarm optisch und akustisch.
Man
unterscheidet verdrahtete Sirenen, Funksirenen und Funk-Solar-Sirenen.
Verdrahtete Sirenen benötigen ein mehradriges Kabel von der
Alarmzentrale zur Sirene, Funksirenen benötigen eine
Stromversorgung, und Funk-Solar-Sirenen müssen nur an einem
hellen
Platz montiert werden. Gute Außensirenen haben einen
eingebauten
Akku zur Stromversorgung und sind eigensicher, d.h. sie lösen
aus
wenn sie von der Wand gerissen werden. Sirenen haben auf Einbrecher
eine abschreckende Wirkung und sollten daher deutlich sichtbar montiert
werden.
- Bewegungsmelder
unterteilen ihr Sehfeld in senkrechte Streifen und erkennen mit einem
Infrarotelement, ob sich im Sichfeld eine
Wärmequelle bewegt.
Standardausführungen haben ein Sehfeld von 90°, eine
Reichweite von einigen Metern und sind in Kopfhöhe am
empfindlichsten, um Fehlauslösungen durch Haustiere zu
vermeiden.
Bewegungsmelder gibt es als Funkmelder und für verdrahtete
Anlagen. Spezialausführungen sind Langfeldmelder zur
Hallenüberwachung oder Geräte zur Deckenmontage.
- Magnetkontakte
werden an
Türen oder Fenstern angebracht und lösen aus, wenn
der
Abstand zwischen dem Melder und einem Magneten zu groß wird.
Magnetkontakte lassen sich in der Regel so anbringen, daß
Fenster
gekippt werden können, ohne das Alarm ausgelöst wird.
Als
zusätzliche Sicherheit können die Melder mit passiven
Glasbruchmeldern erweitert werden, um das Einschlagen des Fensters zu
erkennen.
- Lichtschranken
dienen
dazu, einen schmalen Bereich über eine längere
Strecke
abzusichern. Eine Seite der Lichtschranke enthält eine
Lichtquelle
(meist Infrarot), die andere Seite enthält lichtempfindliche
Elemente, die überprüfen, ob der Lichtstrahl
unterbrochen
wird. Um Fehlauslösungen durch Tiere zu verweiden
lösen
Lichtschranken erst aus, wenn zwei Lichtstrahlen unterbrochen werden.
Lichtschranken werden so angebracht, daß sie weder
unterkrochen
noch übersprungen werden können.
- Brandmelder
können
mit der Alarmzentrale verbunden werden, um bei Überschreitung
einer bestimmten Temperatur Alarm auszulösen.
- Rauchmelder
enthalten eine Miniaturlichtschranke, die auslöst, wenn Rauch
die Sicht einschränkt.
- Wassermelder
haben einen Fühler, der auslöst wenn er naß
und damit leitfähig wird.
- Paniktaster
dienen dazu,
bei einem Überfall oder bei Bedrohung Alarm
auszulösen. Der
Alarm kann laut sein oder es wird mit einem stillen Alarm nur
über
das Telefon alarmiert. Paniktaster git es fürs Handgelenk, zum
Umhängen (wasserfest!) oder fix montiert.
- Textwählgerät
oder Telefonwählgerät.
"TWG's" dienen der Übermittlung eines Alarms an die Polizei,
einen
Wachdienst oder eine Person des Vertrauens. Dabei wird eine vorher
aufgesprochener Text übertragen.
Textwählgeräte werden
an die Telefonleitung angeschlossen oder alarmieren über das
GSM-Netz (sozusagen ein fest montiertes "Handy").
- Handfunksender
sind
Miniatursender in Schlüsselanhängerform, mit denen
die Anlage
ohne Code-Eingabe scharf/unscharf geschalten werden kann.
Zusätzlich kann mit einem Handfunksender auch ein
Überfallalarm ausgelöst werden. Handfunksender
haben nur
eine geringe Reichweite von einigen Metern.
Funktionen einer modernen Alarmanlage:
- "Aktiv
abwesend": Bei dieser Schaltung sind alle (Einbruchs-)
Melder aktiv und lösen Alarm aus.
- "Aktiv
anwesend": Bei
aktiv anwesend wird die Außenhaut (also i.d.R. alle Fenster
und
Türen) überwacht, innenliegende Melder
(Bewegungsmelder)
lösen keinen Alarm aus. Das bedeutet das die Alarmanlage
scharf
ist, obwohl sich Personen im Haus aufhalten.
- "unscharf"
bedeutet,
daß Fenster und Türen geöffnet werden
können und
sich Personen im Haus bewegen können, ohne daß
alarmiert
wird. Brandmelder, Paniktasten sowie Sabotageversuche an der
Alarmzentrale oder Meldern lösen trotzdem Alarm aus.
- Personenüberwachung
dient dazu, ältere oder gebrechliche Personen zu sichern.
Dabei
wird Alarm ausgelöst, wenn innerhalb einer bestimmten Zeit
keine
Bewegung registriert wurde.
- Notruf:
Zum Unterschied
vom Einbruchsalarm (der durch Melder automatisch ausgelöst
wird)
wird der Notruf von einer Person ausgelöst. Die Alarmzentrale
signalisiert das entsprechend, und Wachdienst bzw. Polizei wissen, das
jemand bedroht ist.